Ambulante Hilfen zur Erziehung

nach §§ 30, 31, 35 SGB VIII

Bei den Ambulanten Hilfen zur Erziehung handelt es sich um ein niedrigschwelliges Angebot, das Familien mit besonderem Bedarf vorübergehend oder dauerhaft unterstützt.

Ziel ist insbesondere die Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern, um eine Gefährdung des Kindeswohls oder eine stationäre Unterbringung zu vermeiden.

Konkrete Inhalte der aufsuchenden Hilfe können sein:

Erziehungsbeistandschaft

Die Erziehungsbeistandschaft richtet sich an junge Menschen bis zum Alter von 21 Jahren und deren Sorgeberechtigte und Familien. Verlässliche Bezugspersonen stehen den Hilfeempfängern in schwierigen Phasen bei und unterstützen die Entwicklung von Selbsthilfepotentialen. Ein wesentlicher Aspekt der Erziehungsbeistandschaft ist insbesondere die Sicherstellung des Kindeswohl und die Vermeidung einer Fremdunterbringung.

Sozialpädagogische Familienhilfe

Ziel der Sozialpädagogischen Familienhilfe ist die Wiederherstellung, Förderung und Sicherung der Erziehungskompetenz der Familie. Die Hilfe reicht von praktischer Beratung in Alltagsfragen, Unterstützung im Umgang mit Ämtern und Behörden bis hin zur Auseinandersetzung mit ökonomischen, sozialen oder emotionalen Notlagen.

Ambulantes Clearing

Das sogenannte Clearing richtet sich an Familien in akuten Krisen oder Belastungssituationen. Es dient der Erfassung des Ist-Zustands: Kann eine Gefährdung des Kindeswohls ausgeschlossen werden oder ist eine Intervention notwendig? Die erfolgte Diagnostik ist häufig Ausgangspunkt für die Entscheidung über weitere Hilfen.

Krisenintervention

Die ambulante Krisenintervention erfolgt in der Regel aufsuchend im Co-Team und richtet sich an Familien in Notlagen, die ihrem Erziehungsauftrag vorübergehend nicht gerecht werden können. Ziel der Intervention ist die Abschwächung oder Auflösung der Ursachen der Krise durch Aktivierung der familieneigenen Ressourcen. Nach erfolgreicher Bewältigung der Ausnahmesituation können aufbauende Hilfen folgen.

Haushaltsorganisation

Dieses Angebot ist konzipiert für Familien, die aus verschiedenen Gründen mit der Bewältigung des eigenen Haushalts überfordert sind. Aufgabe der Betreuungskräfte ist zunächst die Sicherstellung einer Grundversorgung. Dabei unterstützen sie die Hilfeempfänger in Fragen der Ernährung, Hygiene und Ordnung sowie in finanziellen Angelegenheiten.

Was uns ausmacht und wie wir arbeiten:

  • verlässliche Bezugspersonen
  • multiprofessionelles Team
  • Fachwissen und Erfahrung aus ambulanter und stationärer Jugendhilfe
  • Begegnung auf Augenhöhe
  • wertschätzende Grundhaltung
  • Stärkung des Selbsthilfepotentials

Besondere Kompetenzen und Angebote:

  • Einzelangebote für Kinder und Jugendliche
  • Beratungsgespräche (einzeln, Paar, Familie)
  • Haushaltsorganisationstraining (HOT)
  • Erlebnispädagogik
  • zahlreiche Bildungs- und Freizeitangebote aus dem Netzwerk der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung