Fortbildung interne / externe Angebote

Jedes Jahr bietet die Stiftung mehr als 50 qualifizierte Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeiter*innen aus der Jugendhilfe und anderen sozialen Tätigkeitsfeldern an. Zahlreiche Angebote stehen auch externen Interessent*innen offen. Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen und Heilpädagog*innen in Ausbildung sowie Studierende der Sozialen Arbeit nehmen kostenlos teil – Informationen hierzu erteilt das Sekretariat der Stiftung.

Die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen besitzt einen besonderen Stellenwert im Personalentwicklungskonzept der Stiftung. Der spezifische Ausbau fachlicher, sozialer und persönlicher Kompetenzen unterstützt die Mitarbeiter*innen in ihrer Berufstätigkeit und darüber hinaus. Die Teilnahme erfolgt grundsätzlich im Rahmen der Arbeitszeit.

Um Berufsanfänger*innen den Einstieg zu erleichtern, werden Grundlagen zu Arbeitssicherheit, Kinderrechten oder Qualitätsmanagement vermittelt. Erfahrene Kolleg*innen können sich hier auf den neuesten Stand bringen.

Im Feld der Pädagogik und Therapie vermitteln Psycholog*innen Verständnis für Verhaltensweisen junger Menschen mit Borderline-Störungen, Autismus oder Traumatisierungen und zeigen Interventionsmöglichkeiten auf. Weitere Angebote beziehen sich auf Phänomene wie neue Medien und sensible Themen wie Drogenmissbrauch oder sexualisiertes Verhalten.

Fortbildungen in Medizin und Gesundheit beschäftigen sich intensiv mit psychiatrischen Krankheitsbildern, Erkrankungen wie Diabetes, gesundheitsfördernder Ernährung oder dem fachgerechten Umgang mit Medikamenten.

Zu Verantwortung und Nachhaltigkeit werden Kurse des Gesundheitsmanagements sowie zu Umweltbewusstsein in Beruf und Alltag angeboten.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Fortbildungen der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung:

Kinderrechte, Kindeswohlgefährdung und Partizipation

Wer in der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung tätig ist, muss die Kinderrechte kennen und die mögliche Gefährdung des Kindeswohls nachvollziehen können. Die Arbeit der Stiftung richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und orientiert sich an der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, die 1992 von 193 Staaten weltweit ratifiziert wurde. Pädagogisch Arbeitende sollten um diese Rahmenbedingungen wissen und sich mit ihnen auseinander gesetzt haben – konstruktiv und kritisch.

Autismus – Soziales Kompetenztraining

Soziales Kompetenztraining ist als Form der „Autismus-Therapie“ zu verstehen. Ziel ist die Befähigung zur sozial-emotionalen Bewältigung alltäglicher Aufgaben und Situationen. Das Training orientiert sich an der Lebenswelt der Betroffenen und bildet eine wichtige Grundlage für den weiteren Entwicklungsprozess.

Die Fortbildung bietet Einblicke, wann der Einsatz des Sozialen Kompetenztrainings Sinn macht, wie es funktioniert und im Alltag anzuwenden ist, aber auch wo seine Grenzen liegen.

Hauptsache online – Internet zwischen Faszination und Kontrollverlust

Das Internet bietet großartige Möglichkeiten! Doch zunehmend zeigen sich auch Risiken und Gefährdungspotenziale, nicht zuletzt durch das mobile Internet in der Hosentasche. Erwachsene, Jugendliche und Kinder finden dort nicht nur Interessantes und Nützliches. Sie werden auch mit einer Fülle von problematischen Inhalten konfrontiert. Nicht Wenige verlieren sich in den Weiten des Netzes und können sogar in eine Abhängigkeit geraten.

Fachkräfte in der Jugendarbeit sind in besonderer Weise mit diesen Entwicklungen konfrontiert. Jugendliche suchen Orientierung und fordern die Positionierung von Erwachsenen heraus. Die Fortbildung vermittelt Hintergrundwissen, schafft Raum zum Erfahrungsaustausch und bietet praxiserprobte Tools aus der Beratungsarbeit mit Jugendlichen und Eltern.

Pädagogische Begleitung von Traumatisierten jungen Menschen

Im täglichen pädagogischen Umgang mit traumatisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es wichtig, einem Wiedererleben des Traumas der Betroffenen entgegenzuwirken und diese entsprechend sensibel zu begleiten. Die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da sie meist schon lange mit ihrer Traumatisierung leben.

Ob ein Trauma immer aufgearbeitet werden muss und was im Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beachten ist, wird in dieser Fortbildung thematisiert. Fallbeispiele dürfen gern mitgebracht werden.

Störungsbilder – Vorstellung spezifischer psychiatrischer Erkrankungen

In dieser Fortbildungsreihe werden unterschiedliche psychiatrische Krankheitsbilder differenziert erklärt und die Grundlagen einer entsprechenden Behandlung dargestellt.

Themenblock 1:

Einführung ICD 10, Einführung Grundbegriffe, Suchterkrankungen, Schizophrenie, Psychosen, Suizidalität, Affektive Störungen (Depressionen)

Themenblock 2:

neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen, Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren, spezifische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Themenblock 3:

Intelligenzminderung, Exkurs Intelligenztests, Entwicklungsstörungen, Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

Gewaltfreie Kommunikation

Wie agiere und reagiere ich in Konfliktsituationen? Was fühle ich dabei? Warum handle ich so? Bin ich mir meiner Bedürfnisse bewusst? Wie versteht mein Gegenüber mich besser? Verstehe ich mein Gegenüber? Wie kann ich in schwierigen Situationen handeln, so dass ich mit mir und meinem Gegenüber verbunden bin?

Die gewaltfreie Kommunikation (GfK) bietet vielfältige Möglichkeiten. Zum einen ist es eine Grundhaltung, die eine hilfreiche Basis bietet. Und zum anderen impliziert die GfK eine Vielfalt an methodischen Bausteinen, die im Alltag, bei der Arbeit, mit anderen Menschen und mit sich selbst Klarheit und Handlungssicherheit bieten kann.

Umweltbewusstsein in Beruf und Alltag

Wir leben nicht allein, sondern bewegen uns in einer Gesellschaft, deren Ressourcen begrenzt sind. Praktizierter Umweltschutz bedeutet nicht nur sorgsamer Umgang mit den Ressourcen, sondern lehrt auch Sorgfalt gegenüber den Dingen des täglichen Lebens. Wer achtsam damit umgeht, tut es auch mit den Menschen.

Die Arbeit in den Wohngruppen oder Schulen ermöglicht viele Ansätze zum praktischen Umweltschutz. In dieser Veranstaltung werden die Grundlagen des Energiesparens und der Ressourcenschonung lebenspraktisch erläutert. Neben der lokalen Verantwortung wird auch die globale thematisiert.

Viele weitere Veranstaltungen sowie nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Fortbildungsprogramm, das als Download zur Verfügung steht oder über die Geschäftsstelle erhältlich ist.